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Berliner Athlet*innen greifen nach DM-Medaillen und internationalen Tickets

Mit den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U18 und U23 beginnt am heutigen Freitag der große Meisterschaftsmonat im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid. Mehr als 100 Athletinnen und Athleten aus 13 Berliner Vereinen gehen zum Auftakt auf Medaillenjagd. Die Titelkämpfe sind zugleich die letzte und wichtigste Gelegenheit, sich für internationale Meisterschaften zu empfehlen.

Für die U18-Athletinnen und -Athleten fällt in Bochum die Entscheidung um die Startplätze für die U18-Europameisterschaften vom 16. bis 19. Juli im italienischen Rieti. Voraussetzung für eine Nominierung ist die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Berücksichtigt werden in erster Linie die beiden bestplatzierten Athletinnen und Athleten der DM, sofern sie die geforderte DLV-Norm im Nominierungszeitraum erfüllt haben. Über 5.000 Meter sowie im 5.000-Meter-Bahngehen der U20 geht es am Wochenende um die Nominierung für die U20-Weltmeisterschaften.

Die Berliner Vereine reisen mit zahlreichen Medaillenhoffnungen nach Nordrhein-Westfalen. Besonders im Sprint zählen mehrere Athletinnen und Athleten zu den Favoriten. Allen voran Delisha Domingos (TuS Lichterfelde), die gleich in zwei Disziplinen als Gold-Favoritin antritt. Über 100 Meter reist sie mit einer Bestzeit von 11,36 Sekunden nach Bochum und führt damit nicht nur die deutsche U18-Bestenliste an, sondern liegt auch in Europa auf Rang eins. Über 100 Meter Hürden stellte sie in dieser Saison mit 13,09 Sekunden eine deutsche U18-Bestleistung auf und unterbot die EM-Norm ebenfalls deutlich. Die Chancen auf einen Doppelerfolg und die Nominierung für Rieti stehen entsprechend gut.

Ebenfalls zu den großen Berliner Goldhoffnungen zählt Mila Klein. Die Nachwuchsläuferin des Berliner SV führt in dieser Saison die deutschen Bestenlisten über 800 Meter, 1.500 Meter und 2.000 Meter Hindernis an und ist auf allen drei Strecken gemeldet. Nachdem sie bereits die EM-Normen deutlich erfüllt hat, reist sie als Favoritin nach Bochum und könnte zu den erfolgreichsten Athletinnen der Meisterschaften gehören.

Auch in der männlichen U18 kommen aussichtsreiche Medaillenkandidaten aus Berlin. Danilo Hübner (LAC BERLIN) gehört über 100 Meter mit seiner Bestzeit von 10,63 Sekunden zum engsten Favoritenkreis und hat die EM-Norm bereits deutlich unterboten. Auch über 200 Meter zählt er zu den schnellsten gemeldeten Athleten. Vereinskollege Tim Hannebauer hat die EM-Norm über die halbe Stadionrunde ebenfalls bereits erfüllt und wird im Kampf um die begehrten internationalen Startplätze ein Wörtchen mitreden wollen. Über die 110m Hürden reist Moritz Andres (SC Berlin) als Vierter der Meldeliste an und liegt nur wenige Hundertstelsekunden über der geforderten EM-Norm. Auch die 4x100-Meter-Staffel des LAC BERLIN zählt mit dem drittbesten Meldewert zu den Medaillenkandidaten.

Neben den Sprint- und Laufdisziplinen besitzt Berlin auch in den Wurfwettbewerben gute Chancen auf Edelmetall. Olivia Eyenga reist im Diskuswurf der weiblichen U18 mit dem drittbesten Meldewert an und hat die EM-Norm bereits erfüllt. Im Hammerwurf stellen die Berliner Vereine gleich drei er zehn gemeldeten Athletinnen. Die größten Medaillenchancen besitzt Malina Grzesikowski (Berliner TSC), die als Vierte der Meldeliste antritt. Im Speerwurf fehlen Jim Hinzmann (SCC Berlin) nach einem Wurf auf 65,59 Meter lediglich 41 Zentimeter zur internationalen Qualifikationsweite.

Auch in der U23 ist Berlin in zahlreichen Wettbewerben aussichtsreich vertreten. Im Frauen-Sprint dürfte insbesondere das 100-Meter-Finale zu den Höhepunkten der Meisterschaften zählen. Hallen-WM-Teilnehmerin Philina Schwartz (Berlin Athletics) führt mit 11,30 Sekunden die Meldeliste an und reist als Favoritin nach Bochum. Dahinter gehört auch Emma Goretzka (LAC BERLIN), die noch der U20 angehört, mit Rang vier der Meldeliste zum Kreis der Medaillenanwärterinnen.

Über 400 Meter Hürden zählt Anouk Krause-Jentsch (SCC Berlin) als Führende der diesjährigen Bestenliste zu den klaren Titelkandidatinnen. Vereinskollegin Lena Leege besitzt über 400 Meter ebenfalls beste Chancen auf einen Podestplatz. Im Hochsprung gehört Ella Obeta (LG Nord Berlin) zum erweiterten Favoritenkreis, während Grace Monono und Michelle Manke (beide LG Nord Berlin) im Dreisprung mit den Melderängen drei und fünf berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall haben können. Im Hammerwurf treffen mit Flora Rustemeyer (LG Nord Berlin) und der noch der U20 angehörenden Nova Kienast (Berlin Athletics) zwei starke Berliner Werferinnen an.

Bei den Männern richtet sich der Blick unter anderem auf Florian Näbelung (Berlin Athletics), der mit dem zweitbesten Meldewert über 110 Meter Hürden ins Rennen geht. Tim Spiegel gehört über 100 Meter ebenso zum erweiterten Favoritenkreis wie Joseph Mouaha (LG Nord Berlin) über 400 Meter. Im Weitsprung reist Denyo Schluckwerder (LAC BERLIN) mit dem viertbesten Meldewert an, während Paul Galow (SV Preußen Berlin) im Diskuswurf ebenfalls zu den Medaillenkandidaten zählt. Spannung verspricht zudem das 5.000-Meter-Rennen von Benjamin Klonowski (TuS Lichterfelde), für ihn ist es die letzte Chance die WM-Norm von 14:08 Minuten zu erfüllen und sich so das WM-Ticket zu sichern. Im 5.000-Meter-Bahngehen der U20 kämpft Mia Bandoly (SCC Berlin) ebenfalls um ein WM-Ticket.

Neben den zahlreichen Einzelstarts hoffen auch mehrere Berliner Sprintstaffeln auf Spitzenplatzierungen. In der U18 gehen unter anderem der LAC BERLIN, die LG Nord Berlin und Berlin Athletics an den Start, während in der U23 Berlin Athletics, der SCC Berlin und die LG Nord Berlin um vordere Platzierungen kämpfen.

Alle Wettkämpfe werden an den drei Veranstaltungstagen live auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Leichtathletik-Verbandes übertragen.

Wir wünschen den Berliner Athletinnen und Athleten viel Erfolg!

 

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