BLV-Präsident Andreas Statzkowski über seine Anfänge, kommende Aufgaben und neue Akzente...

Fast ein halbes Jahr ist Andreas Statzkowski als Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes im Amt. Höchste Zeit, die ersten sechs Monate Revue passieren zu lassen und den Präsidenten nach seinen ersten Erfahrungen in der und persönlichen Zielen für die Amtszeit zu fragen. Im Interview berichtet er über seine eigenen Anfänge im Charlottenburger Mommsenstadion, welche Aufgaben er für den BLV und sich ausgemacht hat und welche Akzente er in seiner Amtszeit setzen möchte.

 

Herr Statzkowski, wie sind Sie eigentlich zur Leichtathletik gekommen?

Statzkowski: „Beide Elternteile waren begeisterte Leichtathleten. Mein Vater war ein guter 400m-Läufer, meine Mutter war über viele Jahre Übungsleiterin in Charlottenburg-Nord. Ich habe meine Kindheit im Mommsenstadion zugebracht. Die Begeisterung für die Leichtathletik ist geblieben.“

Sie sind jetzt sechs Monate im Amt, welche neuen Akzente wollen Sie als Präsident des BLV setzen?

„Die Wahrnehmung unserer Aufgaben gegenüber der Bevölkerung, den Vereinen und auch den anderen Verbänden sollte im Sinne der Leichtathletik intensiviert werden. Dazu werden wir auch auf der anstehenden Klausurtagung inhaltlich wie organisatorisch die Weichen stellen.“

 Wie wollen Sie die Wahrnehmung gegenüber der Bevölkerung stärken?

„Indem wir uns neuen Entwicklungen in der Gesellschaft weiter öffnen. Dazu gehört eine Antizipation und Annahme von Programmen wie Sport im Park, wie es der Senat von Berlin fördert. Laufen und Bewegung ist Leichtathletik. Also sollten wir den Breitensport noch stärker auch für den BLV nutzen. Mit anderen Worten: Jeder Läufer ist ein potenzielles Mitglied des BLV und seiner Mitgliedsvereine. Wobei die Möglichkeiten des Verbandes begrenzt sind. Unsere Aufgabe ist es, die Vereine in ihren Bestrebungen zu unterstützen.“

  Wie wollen Sie eine stärkere Wahrnehmung des BLV bei ihren Mitgliedsvereinen erreichen?

„So besuchen wir monatlich einen Mitgliedsverein nach Absprache, um uns über die Arbeit vor Ort zu informieren und über etwaige Probleme bei der Arbeit zu informieren. Natürlich werden wir Elemente wie den Newsletter und die Website weiter nutzen. Außerdem ist das Präsidium auch weiterhin bei aktuellen Problemen ansprechbar. Wir führen darüber hinaus ein jährliches Sommerfest ein und die Vorstellung des Team Berlin soll zukünftig mehr im Sinne eines Jahresempfangs genutzt werden. Die angemessen gesteigerte Möglichkeit des Zusammenkommens muss auch für eine verbesserte Kommunikation genutzt werden, um sich auch über Themen, die auf der Ebene des DLV diskutiert werden, besser auszutauschen. Aktuelle Themen wie die Auslagerung der Staffeln aus den Deutschen Meisterschaften und die Frage des Ausländerstartrechtes beim DLV gehören dazu.“

 Gibt es weitere aktuelle Themen?

„Es ist eine erhebliche Herausforderung, für einen adäquaten Besuch der Deutschen Meisterschaft der Leichtathleten im Berliner Olympiastadion am 3.und 4. August uns alle zu begeistern. Wir bitte alle Leichtathleten in Berlin und Brandenburg, die Meisterschaften zu besuchen. Der BLV bietet dafür Sonderkonditionen an. Die LG NORD und der SCC haben bereits angekündigt im größeren Umfang Karten zu kaufen.“

 Inwieweit gibt es Themen, die in der Zukunft liegen?

„Der BLV begrüßt nachhaltig die Entscheidung, die Leichtathletik-Anlagen im Berliner Olympiastadion zu erhalten. Neben einer möglichen Bewerbung um Olympische Spiele ist es aber sinnvoll, sich bis dahin für große internationale Events der Leichtathletik mit dem DLV und dem Berliner Senat zu bewerben.Außerdem beabsichtigt der Berliner Senat bis zum Jahr 2023 den Neubau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions fertigzustellen. Da auch hier die Leichtathletik weiter Teil des Stadions bleiben soll, macht es Sinn für die Jahre danach, uns wieder um die Austragung von Deutschen Meisterschaften zu bewerben.“

 

Herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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