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DLV-Trio verteidigt Titel vor dem Brandenburger Tor

Strahlender Sonnenschein, vollbesetzte Tribünen und mit dem Brandenburger Tor eine historische und gleichwohl malerische Kulisse. "Berlin fliegt!" hätte sich am Sonntag keine schönere Bühne wünschen können. Dazu gab es einen klaren Sieg des DLV-Teams und zwei Premieren: Erstmals wurde der Länderkampf in der "Berlin 2018-Arena" auf der Westseite des Symbols für die deutsche Wiedervereinigung ausgetragen. Und zum ersten Mal wurde auch gesprintet.

Dabei ging es nicht um die Zeit. 40 Meter hatten die Athleten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien Zeit, ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, die nach dem Prinzip einer Radarpistole gemessen wurde. Jeweils einzeln traten sie auf einem neuartigen Steg an, der mit seiner weißen, glatten Oberfläche einen ganz speziellen Belag hatte. Die Reihenfolge jedes einzelnen Durchgangs brachte jeweils fünf Punkte für das Team des schnellsten Athleten, vier für den Zweitschnellsten und so weiter.

Die innovative Disziplin war auch für die Athleten Neuland. Die größte Geschwindigkeit insgesamt erreichte der Spanier Angel David Rodriguez mit 44,1 Kilometern pro Stunde in Runde eins vor Julian Reus (TV Wattenscheid 01; 41,6 km/h). Der Deutsche Rekordler landete auch in den weiteren beiden Runden (39,4 km/h; 39,7 km/h) auf den Rängen drei und zwei und holte damit insgesamt elf Punkte fürs Team. Schnellster in Runde zwei war der Italiener Simone Pettenati (40,3 km/h), die abschließende dritte Runde entschied der Brite Andrew Robertson (40,1 km/h) für sich.

Mihambo und Scherbarth fleißige Punktesammler

Die Konkurrenz im Griff hatte Weitspringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz). Ohne dabei einmal den Balken zu treffen, gewann die Olympia-Vierte jeden der vier Durchgänge. Mit 6,35 Metern erzielte die U23-Europameisterin von 2015 in Runde drei die Tages-Bestweite.

Stark auch der Auftritt von Stabhochspringer Tobias Scherbarth (TSV Bayer 04 Leverkusen), der drei von vier Durchgängen für sich entschied und mit 5,37 Metern auch die größte Höhe am Brandenburger Tor überwinden konnte. Erst als der Gesamtsieg schon fest stand, riss er zum Abschluss des Wettkampfes seine letzte gewählte Höhe von 5,41 Metern.

Unterm Strich war das DLV-Team unangefochten. Mit 46 Punkten lagen Malaika Mihambo, Julian Reus und Tobias Scherbarth klar vor Großbritannien (40,5 Punkte) und Frankreich (24,5 Punkte). Eine Revanche für die anderen Nationen gibt es am 21. September in Paris (Frankreich), wo das Format als Teil der Serie "Fly Europe" in der Nähe des Eiffelturms zum ersten Mal Station im Ausland macht. In den kommenden Jahren sind dann zum Ende einer jeden Saison Veranstaltungen in den Hauptstädten aller fünf teilnehmenden Länder geplant.

jhr

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