Erfolgreiches Marathonwochenende für den 1.VfL FORTUNA Marzahn e.V.

Am Wochenende waren Mayada Al Sayad und Mustapha El Ouartassy bei internationalen Höhepunkten am Start.

In der Nacht vom Freitag zu Sonnabend wurde der Marathonlauf bei den Leichtathletikweltmeisterschaften in Doha gestartet.

Mayada Al Sayad hat hier die bisher beste WM – Platzierung ihrer Karriere erreicht. Bei ungewöhnlichen Bedingungen, nämlich einer Temperatur von 32° C und einer Luftfeuchtigkeit von 74 %, zeigte sie einmal mehr, wo ihre Stärken liegen – in einem unbändigen Kampfgeist und den Willen, das Ziel zu erreichen. Das kleine Teilnehmerinnenfeld war für sie nicht die beste Ausgangssituation. Von den 69 Läuferinnen hatte sie die schlechteste Jahresbestzeit. So blieb ihr nach dem Start nichts anderes übrig, als am Ende des Feldes bei deutlich leistungsstärkeren Läuferinnen mitzulaufen.

Das führte zu Zwischenzeiten, die bis 10 km auf eine Zeit von 2:35 – 2:36 Stunden hinausliefen. Das wäre eine neue persönliche Bestzeit gewesen. Schon nach 15 km wurde aber ihr Tempo auf dem 7 km – Rundkurs deutlich langsamer. Bald zeigte sich, dass die meisten Läuferinnen an diesem Tag den Bedingungen nicht gewachsen waren bzw. wohl auch nicht den Willen hatten, um jeden Preis das Ziel zu erreichen. Obwohl Mayada immer langsamer wurde und die Kilometerzeiten gegen Ende bei 5:00 min lagen, schob sie sich immer weiter nach vorn. Auf den letzten zwei Kilometern versuchte sie noch, die vor ihr liegende Kelsey Bruce (USA) zu erreichen, die wehrte ihren Angriff aber erfolgreich ab. Nach 3:10:30 Stunden überquerte Mayada dann die Ziellinie als 39.Läuferin. Das Ziel erreichten 40 Läuferinnen, 29 mussten aufgeben.

Mayadas beste Platzierung bei LA – WM war bisher Platz 50 beim Marathon in Peking. Der Lauf von Doha ist der bisherige Höhepunkt in ihrer Karriere. Für die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020 ist sie nun bestens vorbereitet – da sollen dann ähnliche Rahmenbedingungen herrschen.

Ihr Trainer Hans – Jürgen Stephan zollte ihrer Leistung großen Respekt. Die Rahmenbedingungen waren sehr schwierig und eine bessere Leistung war so nicht möglich.

Sein Schützling Mustapha El Ouartassy fand am Sonntag beim 46. Berlin – Marathon fast optimale Bedingungen vor. Die nutzte er zur Steigerung seiner persönlichen Bestzeit von 2:15:28 Stunden auf 2:14:02 Stunden. Damit belegte er in einem hochkarätigen internationalen Teilnehmerfeld den 26.Platz. Er war nicht nur der beste Läufer aus Berlin, auch keiner der deutschen Läufer konnte sich vor ihm platzieren. Der gebürtige Marokkaner hofft nun auf eine Einbürgerung und er will zukünftig für Deutschland starten. Sein Lauf war wie aus einem Guss. Die Halbmarathonmarke passierte er nach 1:07:00 Stunden. Der gegen Ende einsetzende Wind verhinderte eine bessere Zeit.  

In seinem erst zweiten Marathonlauf hat er damit seine Qualitäten bewiesen. Ab Montag beginnt sein Alltag mit dem Schulbesuch eines Sprachlehrganges. Anfang November möchte er die Prüfung zur Stufe B 2 ablegen.

 

Text: DN

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