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Gute Ergebnisse beim 6. Marzahner Hammerwurfmeeting

Das 6.Marzahner Hammerwurfmeeting am 27.06.2020 auf dem Sportplatz Allee der Kosmonauten 131 stand im Zeichen der Corona – Pandemie, der sommerlichen Hitze und des klaren Willens der deutschen Hammerwurfelite – wir wollen wieder bei Wettkämpfen starten!

Ein Höhepunkt des Meetings war der Wettbewerb der Frauen. Carolin Paesler (TSV 04 Bayer Leverkusen) peilte  nach erfolgreichen Saisoneinstieg vor einer Woche die 70 m – Marke an. Die Hitze machte ihr zu schaffen, nach einem ungültigen ersten Versuch erreichte sie im zweiten Versuch eine Weite von 67,74 m, eine Steigerung war nicht möglich. Damit warf sie fast 2 m weiter als die Zweitplatzierte Samantha Borutta (TSG Mutterstadt), für die 64,84 m bereits im ersten Versuch gemessen wurden.

Trotzdem erzielte Samantha Borutta die beste Leistung bei den Frauen. Sie startete bereits eine Stunde vorher im gemischten Wettbewerb U 20/ U 23. Da flog ihr 4kg Hammer auf die neue persönliche Bestweite von 69,00 m! Bundestrainer Helge Zölkau hofft nun auf eine weitere Entwicklung seiner Kaderathletin zur Weltspitze hin. Sie gehört noch zum Jahrgang 2000.

In diesem Jahr gewann Kirsten Münchow (VfR Evesen) bei den Olympischen Sommerspielen in Sidney beim ersten olympischen Hammerwurfwettbewerb der Frauen für Deutschland eine Bronzemedaille. Dafür erhielt die Schirmherrin des 6.Marzahner Hammerwurfmeetings in Erinnerung daran vom Veranstalter eine Ehrenplakette überreicht.

Ihr Sohn Sören Hilbig (VfR Evesen) setzt die Familientradition fort und wurde mit 69,30 m Zweiter in der AK U 20. Diese Weite reichte nicht zum Sieg. Merlin Hummel (UAC Kulmbach) hatte sich sogar 78 m vorgenommen und in jeder Phase des Wettkampfes traute man ihm die Weite zu. Im letzten Versuch flog der 6 kg Hammer aber „nur“ auf 75,88 m. Das ist umso bemerkenswerter, da er bereits vorher im gemischten Wettbewerb U 18 / U 23 startete und hier den 7,26 kg Hammer auf die Weite 70,45 m schleuderte. Damit ist das 2020 geborene Hammerwurftalent bei den Deutschen Meisterschaften bei den Männern ein heißer Medaillenkandidat.

Auch die weiteren Nachwuchshammerwerfer*innen konnten meist hoch zufrieden sein. Aileen Kuhn (LAZ Ludwigsburg) siegte in der AK U 18 mit 64,32 m. In der AK U 14 erzielte Nova Kienast (SV Preußen Berlin) mit der Weite von 57,33 m (2kg – Hammer) einen neuen Berliner Rekord.

Am 6.Marzahner Hammerwurfmeeting nahmen 20 Mädchen und Frauen sowie fünf junge Männer teil. In einigen Bundesländern ist das Hammerwurftraining noch nicht möglich, viele bedauerten, dass ohne Training ein Wettbewerb kaum möglich ist. Das sah der einzige internationale Starter Orry Willems anders. Der Belgische Jugendmeister in der U 18 kann in seinem Land z.Z. ebenfalls keinen Hammerwurf trainieren. Als Dritter des Wettbewerbes der U 20 verfehlte er mit 59,59 m seine persönliche Bestweite aber nur knapp. So hat sich die Reise nach Berlin für ihn gelohnt. 

Die Veranstalter konnten sich nicht nur über das gelungene Meeting freuen. Die von der Co-Meetingleiterin Vanessa Pfeifer trainierten Ronny Müller (Platz 3 U18 mit 53,71 m) und Wilhelmine Süßbier (Platz 2 U18 mit 51,93 m) erzielten neue persönliche Bestweiten.

Die Veranstaltung zeigte – in den Wurfdisziplinen sind auch hochklassige Wettbewerbe unter Einhaltung der Pandemie – Regeln möglich. Es gab Kontrollen durch das Bezirksamt und durch die Polizei – beanstandet wurde nichts. Das Hygienekonzept konnte vom Veranstalter erfolgreich umgesetzt werden.

Ohne Unterstützung der Friedenshort WG eG, des ABACUS – Tierpark – Hotels, der Night – Shift Veranstaltungstechnik, der Agrarbörse Deutschland Ost e.V. und des Bezirksamtes Marzahn – Hellersdorf/Schul- und Sportamt wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Ebenso wenig ohn des Engagements der 4 Kampfrichter des BLVs und weiterer 30 ehrenamtlicher Helfer.

 

Text: D. Nabrowksky

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