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Maximilian Kessler - OP statt Hallenrennen

Gerade hatte sich Maximilian Kessler über die Wintervorbereitung wieder eine gute Basis aufgebaut, nachdem er die Sommersaison wegen einer Virusinfektion kurz vor ihrem Start abschreiben musste. Doch als es im Dezember an die harten Tempoläufe über 300 Meter ging, bemerkte der 25-Jährige Beunruhigendes: Nachdem sich der durch die Belastung in die Höhe getriebene Puls in der Pause zwischen den Läufen beruhigt hatte, schnellte er plötzlich wieder weit nach oben. Herzrasen. Ein Belastungs-EKG bestätigte das.

Die Ärzte empfahlen eine Operation - unabhängig vom Leistungssport und überzeugten den Deutschen Hallenmeister von 2013 über 200 Meter. Das angeborene Herzproblem wäre im Alter zum wachsenden Risiko geworden.

Bei vollem Bewusstsein wurden am Montag über einen Katheter winzige Stellen im Herzen verödet, die die Herzrhythmusstörungen ausgelöst haben. "In 95 Prozent aller Fälle ist die Sache damit durch, die Probleme treten nicht mehr auf", berichtete Maximilian Kessler am Abend nach dem Eingriff aus dem Krankenhaus-Bett, von wo er auch ein Foto auf seiner Facebookseite postete. Nach einer Nacht im Krankenhaus ging es am Dienstagvormittag schon wieder nach Hause. "In zehn Tagen kann ich wieder voll trainieren." Natürlich gibt es noch Nachuntersuchungen.

400 Meter weiter das Ziel

Den Trainingsplan haben die Herzprobleme durcheinander gebracht. "Sprintausdauer und Ausdauer waren nicht möglich, dabei sind die für die 400 Meter natürlich besonders wichtig", erzählt der Athlet des SCC Berlin. Dennoch: Bis zwei Tage vor der OP wurde trainiert, eben eher in Richtung Sprint und Kraft. Und Maximilian Kessler ist fest entschlossen, sich auch von dem erneuten Rückschlag nicht von seinem Ziel abringen zu lassen, zu den besten DLV-Viertelmeilern zu gehören.

Die nächste wichtige Zwischenstation ist das DLV-Trainingslager in den USA ab April. Dort möchte der Berliner gesund dabei sein, um die Form Richtung 400 Meter aufzubauen. Der Traum von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) lebt, aber die Zeit rennt. "Jetzt nenne ich mich seit einem Jahr 400-Meter-Sprinter, bin aber noch nicht einmal wirklich 400 Meter gerannt", so Maximilian Kessler, der versucht trotz allem positiv nach vorne zu schauen. "2014 war einfach nicht mein Jahr und ich hoffe, dass ich für die nächsten Jahre verschont bleibe."

jhr

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