Robert Harting bei seinem WM-Abschied Sechster

In diesem Stadion hat Robert Harting (SCC Berlin) seinen größten Erfolg gefeiert. 2012 holte der Diskuswerfer in London (Großbritannien) olympisches Gold. Entsprechend wohl fühlte er sich bei seiner Rückkehr in die britische Hauptstadt bei der WM. Die Qualifikation war nach einem Wurf auf 65,32 Meter abgehakt. Im Finale wollte der 32-Jährige seine Saisonbestleistung (66,30 m) angreifen und liebäugelte sogar mit einer Medaille.

Der Wettkampf verlief aber nicht wie erhofft. Robert Harting kämpfte mit seiner Technik, während die Konkurrenz Top-Weiten raushaute. Andrius Gudzius (Litauen) steigerte seine Bestleistung auf 69,21 Meter und trat damit in die Fußstapfen seines Landsmanns Virgilijus Alekna, der zweimal Olympia-Gold und zweimal WM-Gold für Litauen geholt hatte. Mit nur zwei Zentimetern Rückstand landete der Schwede Daniel Stahl (69,19 m) auf Rang zwei. Bronze sicherte sich der US-Amerikaner Mason Finley (68,03 m).

Robert Harting landete mit 65,10 Metern auf dem sechsten Platz. Ein Abschied von der WM-Bühne mit gemischten Gefühlen. Als letztes großes Ziel hat der Deutsche Meister die Heim-EM im kommenden Jahr in Berlin ausgegeben.

Stimme zum Wettkampf:

Robert Harting (SCC Berlin):
Sechster war ich noch nie. Natürlich hätte ich bei meiner fünften WM gerne meine fünfte Medaille gewonnen. Unmöglich war es nicht. Leider hatte ich technische Probleme im Wettkampf. Ich musste viel Energie mit meinem Coach aufbringen, das wieder hinzukriegen. Ich konnte zuerst nicht angreifen. Als ich die Technik einigermaßen aufgebaut hatte, war der Wettkampf auch schon vorbei. Sportlich bin ich nicht zufrieden. Aber alle Drei vorne haben Bestleistung oder in diese Richtung geworfen. Wenn da einer wie ich ankommt, der vor sieben Monaten noch im OP lag, kann der nur zugucken. Wäre es um Weiten gegangen, die ich hätte abrufen können, wäre es noch ärgerlicher gewesen. Ich freue mich für sie. Das Feiern müssen sie noch etwas üben. Ich kann in Richtung 2018 aufbauen. Ich bin auf einem guten Sockel und kann ins nächste Jahr gehen - nicht wie 2015 als ich gar nicht da war oder 2016, wo nichts ging. Das sind zwei, drei Meter mehr im Grundniveau. Das sollte sich im nächsten Jahr zeigen, wenn kein Theater dazu kommt.

jhr

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