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Bronze und Finalplatzierungen bei der U20-WM

Die U20-Weltmeisterschaften in Eugene (USA) sind am Sonntag zu Ende gegangen. Sieben Berliner Athletinnen und Athleten waren für die Titelkämpfe im legendären Hayward Field nominiert. Für das Highlight aus Berliner Sicht sorgte Nova Kienast (Berlin Athletics) mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Hammerwurf. Auch Emma Goretzka (LAC Berlin), Lennox Schmidt (SCC Berlin) und Delisha Domingos (TuS Lichterfelde) erreichten mit den Staffeln starke Finalplatzierungen.

Bronze für Nova Kienast

Für den größten Erfolg sorgte Nova Kienast (Berlin Athletics) im Hammerwurf. Die Berlinerin qualifizierte sich mit 64,75 Metern als Viertbeste der Qualifikation souverän für das Finale.

Dort steigerte sie sich im Verlauf des Wettkampfs immer weiter. Mit 67,89 Metern im fünften Versuch stellte Kienast eine neue Saisonbestleistung auf und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Gold und Silber gingen an die Deutsche Clara Hegemann mit 68,99 Metern und die Finnin Pinja Kärhä mit 68,51 Metern.

„Diese Bronzemedaille fühlt sich für mich golden an“, sagte die 19-Jährige nach dem Wettkampf. Sie sei „unfassbar glücklich und stolz“, dass sie beim Saisonhöhepunkt alles zusammenbekommen habe.

Emma Goretzka sprintet ins 100-Meter-Finale

Auch Emma Goretzka (LAC Berlin) konnte in Eugene überzeugen. Die deutsche U20-Meisterin qualifizierte sich souverän für das Finale über 100 Meter. Bereits im Vorlauf überzeugte sie mit 11,29 Sekunden als Zweite ihres Laufs und drittschnellste Athletin der gesamten Vorrunde. Im Halbfinale folgten 11,40 Sekunden, womit Goretzka den direkten Einzug ins Finale perfekt machte.

Auch Lena Anochili (Hamburger SV) lief ins WM-Finale. Damit standen erstmals seit 2010 wieder zwei deutsche Sprinterinnen im 100-Meter-Finale einer U20-WM. Im Finale lief Goretzka 11,42 Sekunden und belegte damit einen starken siebten Platz.

Für die 18-Jährige war es ein besonderer Erfolg: „Siebte bei einer WM, das hört sich überwältigend an“, sagte Goretzka nach dem Rennen.

Auch mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel konnte Goretzka überzeugen. Als Startläuferin führte sie das DLV-Quartett ins Finale. Dort lief die Staffel, ebenfalls mit Emma Goretzka auf der Position eins, auf Rang fünf.

Lennox Schmidt im Staffel-Finale

Für Lennox Schmidt (SCC Berlin) endete der Einzelwettbewerb über 100 Meter nach dem Vorlauf. Mit 10,42 Sekunden wurde der 18-Jährige in seinem Lauf Sechster und verpasste den Einzug ins Halbfinale knapp.

In der 4x100-Meter-Staffel konnte Schmidt anschließend jedoch noch einmal auf der WM-Bühne überzeugen. Im Vorlauf lief er an Position zwei die schnellste Zeit aller Sprinter auf dieser Position und hatte damit großen Anteil am Finaleinzug der deutschen Staffel. Das Quartett qualifizierte sich mit 39,38 Sekunden als Zweiter ihres Vorlaufs.

Im Finale musste die deutsche Mannschaft kurzfristig auf den verletzten Jakob Kemminer verzichten. In neuer Besetzung lief das Quartett mit Lennox Schmidt dennoch 39,79 Sekunden und belegte zunächst Rang acht. Nach der Disqualifikation der Schweiz wurde das Ergebnis auf Platz sieben korrigiert.

Platz fünf für Delisha Domingos mit der 4x100-Meter-Staffel

Delisha Domingos (TuS Lichterfelde) war gleich in zwei Staffeln im Einsatz. Mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel der Frauen zog sie gemeinsam mit Emma Goretzka nach einem souveränen Vorlauf ins Finale ein. Im Endlauf lief sie als Schlussläuferin in aussichtsreicher Position auf die Zielgerade.

Ein Krampf bremste die U18-Europameisterin über die 100 Meter Hürden jedoch auf den letzten Metern aus. Das deutsche Quartett kam in 44,31 Sekunden auf einen starken fünften Platz.

Auch bei der Premiere der 4x100-Meter-Mixed-Staffel bei einer U20-WM gehörte Domingos zum deutschen Team. Das DLV-Quartett lief im Finale 42,03 Sekunden und wurde nach der Disqualifikation Nigerias auf Platz fünf gewertet.

Lotta Edzards verpasst das Dreisprung-Finale

Für Lotta Edzards (SCC Berlin) endete der Wettkampf bereits in der Qualifikation. Die deutsche U20-Meisterin im Dreisprung sprang 12,68 Meter und belegte damit Rang 24. Ihre drei Versuche lagen mit 12,68, 12,66 und 12,66 Metern sehr eng beieinander, blieben jedoch unter ihrer Saisonbestleistung von 13,35 Metern.

Ebenfalls zum DLV-Team gehörten Chayan Castro Garcia (LG Nord Berlin) und Liyana Barragan de Luyz (OSC Berlin). Beide waren für die deutschen Staffeln nominiert, kamen bei der U20-WM jedoch nicht zum Einsatz.

 

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