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EM in Birmingham: Silber für Emil Agyekum und Gina Lückenkemper
Mit zwei Silbermedaillen ist die Europameisterschaft in Birmingham aus Berliner Sicht zu Ende gegangen. Vier Athletinnen und Athleten, die für Berliner Vereine an den Start gehen, gehörten zum deutschen Aufgebot. Für das herausragendste Ergebnis sorgte Emil Agyekum (SCC Berlin), der über 400 Meter Hürden die Silbermedaille gewann. Auch Gina Lückenkemper (SCC Berlin) überzeugte mit Silber in der Mixed-Staffel.
Silber für Emil Agyekum
Als einer der Mitfavoriten war Emil Agyekum in die Europameisterschaften gestartet und der Deutsche Rekordhalter wurde seiner Rolle eindrucksvoll gerecht. Im Halbfinale stieg der Athlet des SCC Berlin in den Wettbewerb ein und qualifizierte sich dort in 48,17 Sekunden souverän für das Finale.
Im Endlauf musste sich Agyekum lediglich dem norwegischen Weltrekordler Karsten Warholm geschlagen geben. In 47,87 Sekunden gewann der 27-Jährige die Silbermedaille und sorgte damit für die erste deutsche EM-Medaille über 400 Meter Hürden seit 1986. Warholm sicherte sich Gold in Meisterschaftsrekord von 46,63 Sekunden.
„Das war kein einfaches Rennen, aber es hat super viel Spaß gemacht. Ich denke, das ist der Anfang von noch viel mehr Möglichkeiten, die mir bevorstehen“, sagte Agyekum nach seinem größten internationalen Erfolg.
Gina Lückenkemper gewinnt Staffel-Silber
Für Gina Lückenkemper (SCC Berlin) verliefen die Titelkämpfe mit Höhen und Tiefen. Über die 100 Meter stieg die Europameisterin von 2022 direkt im Halbfinale ein, verpasste mit 11,28 Sekunden jedoch den Einzug ins Finale und belegte Rang 15.
Bei der 4x100-Meter-Staffel sollte Lückenkemper auf der vierten Position wieder ihre Stärken ausspielen. Im Vorlauf kam der Staffelstab des DLV-Quartetts allerdings knapp nicht bei der SCC-Sprinterin an, da sich Sophia Junk auf den letzten Metern ihres Abschnitts verletzte und die bereits losgelaufene Gina Lückenkemper nicht mehr rechtzeitig erreichte.
Für einen versöhnlichen Abschluss sorgte schließlich die Premiere der 4x100-Meter-Mixed-Staffel. Als Schlussläuferin führte Lückenkemper das deutsche Quartett gemeinsam mit Kevin Kranz, Rebekka Haase und Heiko Gussmann in 40,11 Sekunden zur Silbermedaille. Lediglich Gastgeber Großbritannien war schneller.
Caroline Joyeux verpasst das Finale knapp
Im Dreisprung fehlten Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) nur wenige Zentimeter zum Finaleinzug. Mit 13,98 Metern im ersten Versuch belegte die Berlinerin Rang 14 der Qualifikation und verpasste die Top zwölf denkbar knapp. Joyeux war angeschlagen nach Birmingham gereist und kämpfte mit Rückenproblemen.
Leo Köpp lange auf Medaillenkurs
Ein unglückliches Ende nahm der Wettkampf für Leo Köpp (LG Nord Berlin) im Halbmarathon Gehen. Der Berliner hielt sich lange in der Spitzengruppe und lag nach rund zwei Dritteln des Rennens sogar auf Silberkurs, ehe er aufgrund fehlender Kniestreckung disqualifiziert wurde.