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Emil Agyekum läuft in London deutschen Rekord
Emil Agyekum (SCC Berlin) hat bei der Diamond League in London Leichtathletik-Geschichte geschrieben und einen neuen deutschen Rekord über 400 Meter Hürden aufgestellt.
Vor rund 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Londoner Olympiastadion lief der 27-Jährige in 47,45 Sekunden ins Ziel und unterbot damit den 44 Jahre alten deutschen Rekord von Harald Schmid (47,48 Sekunden) um drei Hundertstelsekunden. Die bisherige Bestmarke hatte seit 1982 Bestand und zählte zu den ältesten deutschen Rekorden in der Leichtathletik.
Agyekum zeigte auf der Außenbahn ein nahezu perfektes Rennen. Lediglich Weltrekordler Karsten Warholm (Norwegen) war an diesem Tag schneller und gewann in 46,61 Sekunden.
Im ARD-Interview sagte Emil Agyekum nach dem Rennen: „Dieses Stadion und die Weltklassekonkurrenz haben mich extrem gepusht, die Stimmung war krass. Es hat mich sehr beruhigt, dass Karsten Warholm nicht schon direkt an der ersten Hürde neben mir war.“ Mit Blick auf die anstehenden Europameisterschaften ergänzte er: „Es läuft momentan phänomenal. Für die EM bin ich sehr zuversichtlich.“
Bereits wenige Tage zuvor hatte Agyekum mit seinem Sieg beim World Continental Tour-Meeting in Budapest in 47,58 Sekunden seine hervorragende Form angedeutet. In London folgte nun die verdiente Krönung mit einem historischen deutschen Rekord.