Kinder sind die Konkurrenz der Zukunft und die Stars von morgen. In der Leichtathletik gibt es ein neues Konzept.

Die Kinderleichtathletik hat das bisherige Wettkampfsystem in den jungen Altersklassen abgelöst. Seit 2013 bietet der DLV einen harmonischen Wettkampfkanon von der U8 bis zur U12 an. Steigende Anforderungen und die große Disziplinvielfalt sind an die kindlichen Entwicklungen angepasst.

Die Leichtathletik ist eine Sportart, in der der einzelne Sportler im Mittelpunkt steht. Nicht so in der Kinderleichtathletik. Nur im Team können die Kinder gewinnen – miteinander in der Mannschaft und gegeneinander zwischen den Teams. Jedes Kind kann seine Talente einbringen im Laufen, Springen oder Werfen. Die Kinderleichtathletik ist Mehrkampfleichtathletik. Erst ganz zum Schluss gibt es Einzelwettbewerbe.

Die Kinderleichtathletikwettkämpfe sind für Kinder:

  • Einfache Regeln – abseits der normalen Erwachsenen-Leichtathletik
  • Teamwettbewerbe – nur gemeinsam ist Gewinnen möglich
  • Laufen, Springen, Werfen – Alleskönner sind gefragt

Das moderne Wettkampfsystem steht für Spaß, Herausforderung und Teamgefühl.

Der BLV richtet mit seinen engagierten Vereinen jedes Jahr einen Kinderleichtathletik-Cup aus. Die einzelnen Stationen sind über das ganze Stadtgebiet verteilt.

Was im Wettkampf verlangt wird, wird im Training vorbe­reitet. Unterscheiden sich die Wettkampfanforderungen an verschiedenen Wettkampftagen, unterscheiden sich auch die vorzubereitenden Disziplininhalte im Training. Die Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die ein vielseitig-abwechslungsreiches und zielgerichtetes Training zu schätzen wissen, werden mit Sicherheit das neue Wettkampfangebot zur Kinderleichtathletik begrüßen. Und dass perspektivisch die große Leichtathletik an die Klei­nen herangeführt wird, verdeutlicht die Übersicht zum Lauf-, Sprung- und Wurf-Konzept. Im Unterschied zum bis­herigen engen Disziplin-Kanon haben Wettkampfinitia­toren nun die Wahlfreiheit, sich je nach Altersbereich für eine bestimmte Anzahl an Disziplinen aus insgesamt elf definierten Entwicklungsfeldern zu entscheiden.

Ein Beispiel: Während Mitte Mai für die 10- und 11-Jähri­gen (U12) der 40-m-Lauf, die Hindernis-Sprint-Staffel, der Hoch-Weitsprung und der gerade Wurf mit dem Heuler auf dem Wettkampfplan stehen können, sind für Ende Juni beispielsweise die Hindernis-Sprint- und Biathlon-Staffel, der Stabweitsprung und das Medizinballstoßen geplant - mit dem Wettkampf steuern wir die Trainingsangebote. Das gilt für die Kleinen wie die Großen.

Die Technik der Weltbesten, Konditions- und Leistungs­steigerungen sind für spielende und wetteifernde Kinder nachrangig. Kinder leben im Hier und Jetzt, in der Ge­genwart, und suchen in Alltag und Sport die Gemein­schaft mit Gleichaltrigen, sind auf der Suche nach Be­währungsproben, Herausforderungen und gieren nach Anerkennung ihrer „Peergroup", ihrer Eltern - und ihrer Übungsleiter.

Im Wettkampfsystem Kinderleichtathletik hat der DLV für den Altersbereich der Kinder eine „Spezialisierungs Bremse" eingebaut. Vielseitigkeit wird in Form von wech­selnden Mehrkämpfen abgerufen, die entwicklungsge­mäße Hinführung zum Hürdenlaufen bekommt ihren be­sonderen Rang. Grundsätzlich sind jeweils eine Lauf-, eine Sprung- und eine Wurfdisziplin Teil nach Belieben ergänzen. Einzelleistungen werden schon bei den Kleinsten ermittelt, doch dienen diese zunächst ausschließlich als Bewertungsgrundlage zur Ermittlung der Teamleistung. Im Altersbereich der 10-/11-Jährigen steht dann die Ausrichtung auf Einzel- wie Teamerfolge gleichberechtigt nebeneinander.

Weitere Informationen zur Kinderleichtathletik finden Sie auch auf den Seiten des DLV.

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