Für die Leichtathletik muss man nicht leicht sein. Und jung auch nicht. Die Teilnahme an Wettbewerben der olympischen Kernsportart mit ihren zahlreichen Disziplinen ist zum Glück keine Frage des Körpergewichts oder der Lebenserfahrung. Darum nehmen viele Leichtathletinnen und Leichtathleten – auch aus Berliner Vereinen – an Meisterschaften für die älteren Generationen teil. 

Menschen über 35 Jahre treten regelmäßig bei Deutschen Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften an, stellen sogar Landes- oder Weltrekorde in ihren Altersklassen auf. Erst im Februar 2015 verbesserte Wolfgang Ritte aus Dormagen den Weltrekord im Stabhochsprung der Altersklasse M60 auf 4,16 Meter! Auch Berliner Senioren mischen in der Spitze der Welt mit. Ronald Gröger (TopFit Berlin) nutzte ebenfalls den Februar 2015 für einen neuen Hallenweltrekord. Nach 52,39 Sekunden blieb die Uhr nach 400 Metern stehen - neue Bestmarke in der M50. Die Europameisterschaften des Verbandes EMA (European Masters Athletics) und die Weltmeisterschaften des Verbandes WMA (World Masters Athletics) finden jeweils alle zwei Jahre statt. 

Titel werden in allen bekannten Disziplinen der Stadion- und Hallenleichtathletik vergeben, sowie auf der Straße und im Gelände über die Langstrecken im Laufen und Gehen. Teilnehmen an Meisterschaften kann im Prinzip jeder, der Mitglied einer Leichtathletikabteilung im Verein ist, einen Startpass hat und mindestens 35 Jahre alt ist. Natürlich sind auch bei den Senioren Leistungsnachweise (Normen) zu erfüllen. 

Die Wertung erfolgt in Altersklassen, die in Fünf-Jahres-Schritten festgelegt sind. Von 35 über 40, 45 und 50 bis hin zu 75, 80 und 85 Jahren und älter. 

Weitere Informationen und die Bestenlisten der deutschen Leichtathletik finden Sie auf der Internetseite: http://www.leichtathletik.de

Berlin-Brandenburgische Leistungsstandards für Senioren

  1. Leistungsstandards werden ausschließlich bei Meisterschaften und nur angewendet, wenn pro Altersklasse und Disziplin weniger als drei Teilnehmer (bei Staffeln zwei) einen Wettkampf beginnen.
    Eine Siegerehrung (Medaille und Urkunde) wird vorgenommen, wenn die Leistungsstandards erreicht wurden - unabhängig davon werden alle Leistungen in Ergebnis- und Bestenlisten ausgewiesen.
  2. Leistungsstandards sind keine Meldenormen (!) – im Gegenteil, wir wollen große Teilnehmerfelder!
  3. Jeder Athlet startet in seiner Altersklasse, es sei denn, dies wird bei der Meldung ausdrücklich anders gewünscht!
    Will ein Teilnehmer in einer jüngeren Altersklasse starten (um einen qualitativ hohen Wettkampfanreiz haben zu wollen oder ein Team im Mehrkampf zu komplettieren), ist dies auf dem Meldebogen(!) so einzutragen. Alle weiteren Starts dieses Wettkämpfers bei dieser Meisterschaft müssen dann auch für die jüngere Altersklasse vorgenommen werden!
    Ausnahme: Ist für einen Starter eine Disziplin in seiner Altersklasse nicht ausgeschrieben, kann er in einer jüngeren Klasse starten und gewertet werden (z. B. im Dreisprung).
    Dies gilt nicht für die Teilnahme an Staffelwettbewerben!
    Soll bei Mehrkämpfen der Start eines älteren Athleten eine Team-Wertung ermöglichen, muss er gegebenenfalls wegen unterschiedlicher Gewichte der Wurfgeräte dann auch für die Einzelwertung in der jüngeren Altersklasse gemeldet werden.
  4. Nachmeldungen werden (nach Veröffentlichung der Teilnehmerlisten) nur angenommen, wenn für einen Wettbewerb bereits 3 Teilnehmer (bzw. 2 Staffeln) gemeldet haben. (Dem willkürlichen "Auffüllen" von Starterfeldern, um eine leistungsunabhängige Wertung zu "erzwingen", soll damit entgegengewirkt werden.)
  5. Leistungsstandards werden den aktuellen Leistungsentwicklungen folgend (im Allgemeinen jährlich) angepasst.

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