Julia Harting unglücklich über Rang neun, Svea Köhrbrück überzeugt bei WM-Debüt

Die WM in London ist am Sonntag mit einem neunten Rang für Diskuswerferin Julia Harting (SCC Berlin) zu Ende gegangen. Svea Köhrbrück (SCC Berlin) bestand ihre Feuertaufe im Nationaltrikot über 4x400 Meter.

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Tamila Markgraf und Paul Schippert gewinnen Titel bei U16-DM

Bei der U16-DM in den Einzeldisziplinen in Bremen haben zwei BLV-Athleten am Wochenende Titel gewonnen. Tamila Markgraf (LAC BERLIN) setzte sich über 300 Meter der W15 durch, in der M15 gewann Paul Schippert (SC Preußen Berlin) das Kugelstoßen.

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Drei Titel bei der Jugend-DM

Bei Jugend-DM in Ulm haben die BLV-Athleten am Wochenende drei Titel geholt. Gisele Wender (SV Bau-Union Berlin) gewann über 400 Meter Hürden der U18, Hammerwerferin Kirsten Vogt (SV Preußen Berlin) in der U20, genau wie Geher Leo Köpp (LG Nord Berlin).

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Robert Harting bei seinem WM-Abschied Sechster

Bei der WM in London (Großbritannien) hat Robert Harting (SCC Berlin) am Samstag Rang sechs belegt. Im ersten Durchgang erzielte er seine Tagesbestweite von 65,10 Metern.

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Berlin fliegt! 2017 – am 02. September ab 18:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor

Liebe Leichtathletik-Freunde,

nach dem riesigen Erfolg der letzten Jahre ist es am Samstag, den 02. September 2017, endlich wieder soweit. Internationale Spitzenathleten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und den USA starten vor dem Brandenburger Tor bei der internationalen Team-Challenge „Berlin fliegt!“. Spannung ist garantiert, wenn die deutsche Mannschaft versucht, ihren Titel zu verteidigen. Dabei werden in den Disziplinen Stabhochsprung Männer, Weitsprung Frauen und Sprint Frauen viele Stars der Leichtathletik an den Start gehen. Der im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführte Sprint-Wettbewerb wird in diesem Jahr erstmals „Frau gegen Frau“ auf sechs blauen Sprintbahnen stattfinden, die eigens vom Indoor-ISTAF bereitgestellt werden. Der Deutsche Leichtathletik-Verband, der Berliner Leichtathletik-Verband und die Deutsche Leichtathletik Marketing GmbH freuen sich auf ein innovatives Eventformat vor atemberaubender Kulisse! Wir würden uns freuen, auch Euch am Brandenburger Tor begrüßen zu dürfen.

Der Eintritt ist frei, es werden keine Eintrittskarten vergeben!

Datum: 02. September 2017

Uhrzeit: 18:00 bis 20:00 Uhr

Einlass: ab 17:00 Uhr

Die Tribünen sind so lange geöffnet, bis alle Plätze vergeben sind. Die Stehplätze rund um die Wettkampfstätte sind bereits vorher zugänglich.

Weitere Infos findet Ihr unter http://www.leichtathletik.de/termine/top-events/berlin-fliegt-2017

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Eine tolle Leichtathletik-Woche steht vor der Tür!

Für die einen geht es um den Weltmeistertitel - für die anderen um die nationalen Plaketten. Am Freitag beginnen die Weltmeisterschaften in London (04.-13.08.2017) und die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm (04.-06.08.2017).

Die WM live aus London

Live aus dem Olympiastadion von 2012 aus London übertragen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und Eurosport. Einen Überblick der Sendezeiten finden Sie HIER.

Bereits am ersten Tag der Weltmeisterschaften ist Diskuswerfer Robert Harting (SCC Berlin) in der Qualifikation gefordert. Er kehrt an den Ort seines größten sportlichen Erfolges zurück. Übersteht er die Qualifikation am Freitag, geht es am Samstagabend ab 20.25 Uhr bei der ARD um den Titel.

Seine Frau Julia Harting (SCC Berlin) tritt am Freitag, dem 11.08.2017 in der Qualifikation in den Ring. Die Vizeeuropameisterin mit dem Diskus von 2016 möchte dann den Einzug ins Finale am Abschlusstag klar machen.

Ihre Feuertaufe der ersten großen internationalen Meisterschaft wird Svea Köhrbrück (SCC Berlin) mit der 4x400-m-Staffel am Samstag, den 12.08.2017 im Vorlauf haben. Die schnellsten acht Staffeln dürfen am Sonntag zum Abschluss nochmal ran. Gut möglich also, dass zwei Berlinerinnen am Finaltag hautnah dabei sind.

DJM aus Ulm im Livestream

Wer sich die Yougster des DLV ansehen möchte, kann am heimischen PC dabei sind. Aus dem Donau-Stadion in Ulm wird ein Livestream angeboten. Mit dabei wird u.a. die Bronzemedaillengewinnerin der U18-WM in Nairobi Gisèle Wender (SV Bau Union Berlin) sein. Die Übertragung beginnt am Freitag, dem 04.08.2017 10.00 Uhr. Zum Link geht es HIER.

mg

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ERIMA und der Berliner Leichtathletik-Verband verlängern Partnerschaft

Der Berliner Leichtathletik-Verband (BLV) und ERIMA gehen gemeinsam mit Fachhandelspartner Sport 39 weiter zusammen in Richtung Zukunft. Alle Parteien verlängerten den gemeinsamen Kooperationsvertrag um mehrere Jahre.

Der neue Vertrag wurde im Rahmen der Norddeutschen Meisterschaften in Berlin-Lichterfelde unterzeichnet. Bereits seit 2015 unterstützt ERIMA die Berliner Leichtathleten. Nun wurde der noch bis 2018 laufende Vertrag vorzeitig verlängert.

Der BLV existiert inzwischen seit über 110 Jahren und gehört damit zu den ältesten Sportverbänden Deutschlands. Zu ihm gehören über 70 Vereine und ca. 11.000 Mitglieder in und um Berlin. Unter der Regie des BLV werden jährlich über 80 Laufveranstaltungen organisiert, darunter der Berlin Marathon und das Internationale Stadionfest (ISTAF) Berlin. Besonderes Highlight wird im kommenden Jahr die Leichtathletik-Europameisterschaft im Berliner Olympiastadion sein.

Der BLV ist einer von zahlreichen Leichtathletik-Verbänden, die ERIMA in Deutschland unterstützt. Neben Berlin gehören auch die Landesverbände Baden, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein, Pfalz, Rheinhessen, Rheinland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Würtemberg sowie diverse Leichtathletik-Vereine zu den Kooperationspartnern. Durch die Präsenz erreicht ERIMA Leichtathletinnen und Leichtathleten in ganz Deutschland.

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Gretel Bergmann im Alter von 103 Jahren verstorben

Die Tragödie von Gretel Bergmann macht jedem Sportler deutlich, was Rassismus und ideologische Engstirnigkeit im Stande sind zu leisten. Ihr Traum waren die Olympischen Sommerspiele von 1936 in Berlin. Die Nazis zerstörten ihn - wegen ihrer kulturellen und religösen Identität. Im Alter von 103 Jahren verstarb sie am 25. Juli 2017 in ihrer neuen Heimat New York/USA. Unweit des Olympiastadions, der Trainingsstätten der heutigen Generationen und der BLV-Geschäftsstelle mahnt heute der Gretel-Bergmann-Weg, die Werte des Sports im Blick zu halten.

Die Süddeutsche Zeitung hat einen Nachruf für Gretel Bergmann verfasst:

Nachruf

Die Ausgeschlossene
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Von Martin Schneider

Der Brief, der Margaret Bergmanns Leben veränderte, endete mit "Heil Hitler!" Er war adressiert an "Frl. Gretel Bergmann", und wörtlich stand in dem Schreiben an die Hochspringerin: "Der Herr Reichssportführer, der die Mannschaft für die Olympischen Spiele auswählte, hat es nicht vermocht, Sie einzureihen." Und weiter schrieb der Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten: "Sie werden auf Grund der in letzter Zeit gezeigten Leistungen wohl selber nicht mit einer Aufstellung gerechnet haben."

Das war eine Lüge. Gretel Bergmann stellte nicht einmal drei Wochen vor dem Brief den deutschen Rekord im Hochsprung ein (1,60 Meter). Aber es ging um die Olympischen Spiele 1936 in Berlin - und Bergmann war Jüdin.

Die Geschichte von Margaret Bergmann, genannt Gretel, ist eine der zynischsten und bittersten des deutschen Sports. Sie wurde von den Nazis benutzt und gedemütigt und hat dies natürlich niemals vergessen können.

Dabei hatte sie Deutschland nach der Übernahme der NSDAP bereits verlassen. Als jüdische Sportlerin wurde sie im April 1933 aus ihrem Sportverein, dem Ulmer FV, ausgeschlossen. Sie wanderte nach London aus, aber 1935 zwangen die Nationalsozialisten sie zur Rückkehr. Die USA drohte mit einem Boykott der Spiele von Berlin, wenn keine jüdischen Sportler für Deutschland teilnehmen sollten. Also bedrohten die Nazis ihre Familie, Bergmann musste sich fügen. In Deutschland war sie Teil des Olympia-Teams, sollte aber nie wirklich starten dürfen. Die Nazis benutzten sie als Köder.

Am 15. Juli stach das Olympia-Team der USA in See, am 16. Juli verfassten die Nazis den Brief, der Gretel Bergmann aus der Olympia-Mannschaft warf. Den Wettkampf in Berlin gewann die Ungarin Ibolya Csák, eine Jüdin, mit übersprungenen 1,60 Meter, der selben Höhe, die auch Bergmann kurz zuvor geschafft hatte. Sie blieb immer davon überzeugt, dass sie Gold gewonnen hätte.

Nach ihrem Ausschluss emigrierte sie nach New York. Ihr Mann, der Arzt Bruno Lambert, schaffte es später aus Deutschland raus, aber seine Eltern starben im Holocaust. "Ich habe Deutschland, die Menschen und sogar die Sprache dafür gehasst", sagte Bergmann-Lambert.

Heute sind Sportstätten in Berlin und ihrer Heimatstadt Laupheim nach ihr benannt, der Spielfilm "Berlin 36" erzählt ihre Geschichte. Eine Schule in Hamburg und ein Weg im Olympiapark in Berlin tragen ihren Namen. Dieser Weg führt an der ehemaligen Dienstvilla von Tschammer und Osten vorbei, jenem Nazi, der ihr einst den Brief schrieb.

"Ich werde nie vergessen, was geschehen ist", sagte sie 1999 bei ihrem einzigen Besuch in Deutschland. Sie sei aber froh darüber, sich zur Rückkehr überwunden zu haben. "Wissen Sie, es ist nicht schön, mit all der Bitterkeit im Inneren zu leben." Am Dienstag starb Margaret Bergmann-Lambert im Alter von 103 Jahren in New York.


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Martin Schneider, Jahrgang 1988, kommt aus dem Saarland, lernte bei der Saarbrücker Zeitung und wanderte dann über Mannheim nach München an die Deutsche Journalistenschule. Seit 2012 lose, seit 2016 fest im SZ-Sport.

Ein Artikel aus der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 27.07.2017

http://sz.de/1.3604869

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Kirsten Vogt Fünfte bei U20-EM

Bei der U20-EM in Grosetto (Italien) hat Hammerwerferin Kirsten Vogt (SV Preußen Berlin) den fünften Platz erreicht. Geher Leo Köpp wurde nach einer Zwangspause Neunter.

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